Nachtkerze

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Nachtkerze

Foto: © Xuejun li - Fotolia.com

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In Europa zunächst nur als Zierpflanze geschätzt, erfreut sich die Nachtkerze inzwischen eines hohen Ansehens als Heilpflanze. In ihrer amerikanischen Heimat wussten die Indianer schon sehr frühzeitig, dass es sich nicht nur um ein gesundes Nahrungsmittel, sondern zugleich um ein potentes Heilmittel handelt. Medizinisch wird vor allem der Samen genutzt.

Pflanzenprofil

Die Nachtkerze (botanisch: Oenothera biennis) betört durch ihre duftende, gelbe Blütenpracht, die sich spätnachmittags und nachts entfaltet. Ihre kerzenförmige Wuchsform und die nächtliche Blüte gaben der Pflanze ihren Namen. Die anspruchslose zweijährige Nachtkerze wächst auf Bahndämmen, Schutthalden und an Straßenrändern. Sie blüht von Juni bis August, ihr Samen kann im Herbst geerntet werden.

Inhalts- und Wirkstoffe

Therapeutisch interessant ist vor allem ein Wirkstoff der Nachtkerze: die Gamma-Linolensäure (GLA). Diese kostbare ungesättigte Fettsäure kommt in einem erstaunlich hohen Anteil von 9 % in der Gesamtfettsäure der Nachtkerze vor. Daneben enthält die Pflanze die essentielle Fettsäure Linolsäure sowie antibakteriell wirkende Flavonoide, antioxidatives Vitamin E, Mineralstoffe und Aminosäuren.

Anwendungsgebiete

Alle Teile der Pflanze sind nutzbar. Innerlich wie äußerlich wird vor allem das Nachtkerzenöl aus den Samen genutzt, aber auch Tee aus den Blättern. Insbesondere Hauterkrankungen wie Neurodermitis, außerdem Diabetes und Arthritis stehen heute im Mittelpunkt der Anwendung. Die Naturheilkunde setzt die Nachtkerze auch bei Mentruations- und Wechseljahresbeschwerden sowie bei Magen-Darm-Problemen ein. Das Wurzelgemüse soll allgemein stärkend wirken.

Darreichungsformen

Gebräuchlichste Darreichungsform sind Nachtkerzenöl Kapseln. Daneben gibt es Öl und Balsam für die äußerliche Anwendung, Tee sowie Nachtkerzenauszüge als Inhaltsstoff in kosmetischen Produkten.

Nebenwirkungen

Nachtkerze wirkt mild und gut verträglich. Selten sind Verdauungsstörungen zu beobachten. Schwangere, Stillende und Epileptiker sollten keine Nachtkerzenpräparate anwenden, Kinder nur nach ärztlicher Abklärung.

Wichtiger Hinweis

Alle bereitgestellten Informationen auf Naturheilmittel-info.de dienen ausschließlich der Information und ersetzen niemals den medizinischen Rat Ihres Arztes. Bevor Sie Medikamente, Medizinprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen ist immer ein Arzt zu konsultieren, der über die Wirksamkeit und Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Auskunft geben kann. weitere Informationen

Zusammenfassung

  • Die Nachtkerze ist in der Volksheilkunde eine seit langem bekannte Heilpflanze. In der modernen Naturheilmedizin wird sie vor allem bei Hauterkrankungen eingesetzt.
  • Weitere Wirkungen werden ihr bei Gelenkerkrankungen und Frauenleiden zugeschrieben.
  • Hauptwirkstoff ist die Gamma-Linolensäure, die in der Nachtkerze in besonderer Konzentration enthalten ist.

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Literaturquellen zum Artikel

  • Oberbeil, Klaus: Kräuter & Gewürze als Medizin, systemed verlag
  • http://www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/nachtkerze

Stand: 9. Februar 2015

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