Salbeitee Rezept

Salbeitee Rezept
Die Zubereitung von Salbeitee ist denkbar einfach und schmeckt besser als der Tee aus dem Beutel.

Foto: © Nadine Conrad - Fotolia.com

Wer an Halsschmerzen oder Verdauungsbeschwerden leidet, übermäßig schwitzt oder Entzündungen im Mund-Rachenraum hat, benötigt eines: ein gutes Salbeitee Rezept. Denn das, was jedem als leckere Kräuterbeigabe zu deftigen Gerichten bekannt ist, dient zugleich als anerkanntes Heilmittel bei den genannten Beschwerden. Schon 1998 wurde Salbei durch den Verband der Heilfreunde Deutschlands zu Heilpflanze des Jahres ausgerufen, und 2003 wurde er außerdem zur vom NHV Theophrastus gekürten Heilpflanze des Jahres (*). Anerkannte Salbeiforscher wie beispielsweise Brieskorn (1) konnten den therapeutischen Wert von Salbei wissenschaftlich nachweisen. In der Volksmedizin kennt man die Heilpflanze Salbei seit Jahrtausenden.

Salbeitee Rezept: der Klassiker

Salbeitee Rezepte sind oftmals mit einen Vorurteil behaftet: Kreuzbitter soll der Tee angeblich schmecken, und viele meiden ihn deswegen. Doch wer den Tee nur kurz Minuten ziehen lässt und ihn dann noch mit etwas Honig süßt, erhält ein sehr schmackhaftes Getränk. Bei Erkältungen unterstützt der Honig noch zusätzlich die wohltuenden und beruhigenden Effekte auf die oberen Atmungsorgane. Und hier das Rezept:

  • Für einen Salbeitee wird laut Rezept eine Menge von 1 bis 2 Teelöffeln voll getrockneter Blätter pro Tasse mit kochendem Wasser übergossen.
    Nur 2 Minuten ziehen lassen! Auch dann geben die Blätter bereits ihre wertvollen Inhaltsstoffe an den Sud ab und es entsteht ein wirksamer Heiltrunk. Die oft vorgegebene lange Ziehzeit von bis zu 10 Minuten ist unnötig und macht das Getränk tatsächlich bitter.
  • Wer den Salbeitee bei Halsschmerzen und Beschwerden der Atmungsorgane nehmen will, sollte mit Honig süßen. Bei Verdauungsbeschwerden trinkt man den Tee besser ungesüßt, da die Kohlenhydrate (Zucker) des Honigs unerwünschte Blähungen verursachen könnten.
  • Ein zusätzliches Salbeitee Rezept für eine Mundspülung oder Gurgellösung: Hier werden 2 Teelöffel Blätter in einem halben Liter kaltem Wasser zum Kochen gebracht. Anschließend im geschlossenen Topf 15 Minuten ziehen lassen. Mehrmals täglich spülen oder gurgeln.

Salbeitee Mischungen

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Salbei wird nicht nur als Einzeldroge eingesetzt, sondern ist auch Bestandteil verschiedener Kräutertee-Mischungen. Hier entfaltet er seine Wirksamkeit im Zusammenspiel mit den Wirkstoffen der anderen Heilpflanzen.

Bei Erkältungskrankheiten

Bei Erkältungskrankheiten wird Salbei beispielsweise mit Eukalyptus, Süßholzwurzel, Hagebutte, Fenchelsamen, Holunderblüten oder Thymian gemischt. Fertigmischungen gibt es in unterschiedlichsten Kombinationen. Als wirksam bei Bronchitis gilt folgende Mischung: 20 Gramm Salbei, 35 Gramm Schafgarbe sowie je 15 Gramm Lindenblüten, Kamille und Knöterich.

In der Frauenheilkunde

Salbeitee ist traditionell ein bewährtes Mittel zur Linderung von typischen Wechseljahresbeschwerden, insbesondere Hitzewallungen. Hier steht seine schweißhemmende Eigenschaft im Mittelpunkt der Betrachtung. Bestimmte Inhaltsstoffe von Salbei wirken auf das Wärmeregulationszentrum im Gehirn und mindern die Schwitzattacken. Doch auch zum Abstillen wird Salbeitee in der Volksmedizin eingesetzt, da ihm milchmindernde Eigenschaften zugeschrieben werden.

Salbeitee Rezept für die Wechseljahre:
Je 20 Gramm Salbeiblätter und Weißdorn sowie 10 Gramm Hopfen und 30 Gramm Herzgespann in der Apotheke mischen lassen. Pro Tasse 1 gestrichenen Teelöffel mit kochendem Wasser aufgießen und 3 Minuten ziehen lassen. Täglich 2 bis 3 Tassen trinken. Soll gegen Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Herzrasen und Schlafstörungen helfen (aus: Heide Fischer, Frauenheilpflanzen, 2009).

Salbeitee zum Abstillen:

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Empfohlen wird traditionell das abwechselnde Trinken von Salbeitee und Pfefferminztee. Doch es gibt auch eine Teemischung, die laut Überlieferung beim Abstillen helfen soll: 30 Gramm Salbei, 20 Gramm Pfefferminze, je 15 Gramm Hopfenblüten und Walnussblätter sowie je 10 Gramm Rosmarin und Zitronenverbene ergeben demnach einen wirksamen Abstilltee.

Die in der Frauenheilkunde verwendeten Salbeitee Rezepte entstammen der Überlieferung, sie sind wissenschaftlich nicht untermauert. Lediglich der Einsatz von Salbei gegen übermäßiges Schwitzen in den Wechseljahren geht mit den anerkannten Indikationen der Kommission E/ESCOP über den Einsatz von Salbei konform (2).


Wichtiger Hinweis

Alle bereitgestellten Informationen auf Naturheilmittel-info.de dienen ausschließlich der Information und ersetzen niemals den medizinischen Rat Ihres Arztes. Bevor Sie Medikamente, Medizinprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen ist immer ein Arzt zu konsultieren, der über die Wirksamkeit und Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Auskunft geben kann. weitere Informationen

Zusammenfassung

  • Salbeitee ist ein bewährtes Mittel bei verschiedenen, wissenschaftlich anerkannten und volksheilkundlich überlieferten, Beschwerdebildern.
  • Oft wird er pur getrunken, aber es gibt auch viele Mischungen mit Salbeitee.
  • Rezepte gibt es zahlreich – so zahlreich wie die positiven gesundheitlichen Effekte, die dem Tee zugesprochen werden.
  • Lediglich in der Schwangerschaft sollte kein Salbeitee getrunken werden, ansonsten ist er gut verträglich und in einer Genussmenge von 2 Tassen täglich absolut unbedenklich.

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Literaturquellen zum Artikel

  • (*) NHV Theophrastus ist ein „Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus“ mit Sitz in München. Ziel des Vereins ist es, die Zusammenarbeit von Naturheilkunde und Schulmedizin zu fördern. Mit der Präsentation der von einer Jury ausgewählten Heilpflanze des Jahres soll die Öffentlichkeit auf diese Pflanze und ihren Nutzen zum Wohle der Gesundheit besonders aufmerksam gemacht werden.
  • (1) Brieskorn, Prof. Dr. Carl Heinz: Salbei – seine Inhaltsstoffe und sein therapeutischer Wert; Phytotherapie 12/1991 (S. 61 - 69)
  • (2) E-Monographie Salvia officinalis, veröffentlicht am 15.05.1985 im Bundesanzeiger, Heft Nr. 90 „Salviae folium (Salbeiblätter)“

Stand: 20. April 2014

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