Salbeitee Zubereitung

Salbeitee Zubereitung
Salbeitee lässt sich sehr einfach zubereiten - schmeckt sehr wohltuend und erfrischend.

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Ein altes und bewährtes Heilmittel in der Volksheilkunde und Naturmedizin ist Salbeitee. Zubereitung und Art der Anwendung sind entscheidend für den Heilerfolg. So kann der Tee sowohl aus frischen wie getrockneten Blättern gekocht werden und er kann innerlich und äußerlich zum Einsatz kommen. Wissenschaftlich gesichert sind seine Wirkungen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel (1) bei dyspeptischen Beschwerden (Verdauungsprobleme wie Blähungen, Völlegefühl, Sodbrennen), bei Hyperhydrosis (übermäßigem Schwitzen), bei Halsschmerzen und Entzündungen des Mundraumes. Darüber hinaus nennt die Volksheilkunde weitere Anwendungsgebiete, die jedoch wissenschaftlich unbestätigt sind. Die Salbeitee Zubereitung ist sehr einfach, variiert jedoch nach den Beschwerden, gegen die er eingesetzt werden soll.

Salbeitee: Zubereitungen zum Trinken

Laut Kommission E/ESCOP ist Salbeitee ein wirksames Naturheilmittel gegen leichte Beschwerden des Magen-Darmtraktes und jede Form von starkem Schwitzen (2). In diesen Fällen hilft das Trinken von Salbeitee. Die Zubereitung geht so:

Salbeitee bei Magen-Darm-Beschwerden

Die Gerb- und Bitterstoffe von Salbei helfen bei typischen Beschwerden, wie sie beispielsweise nach einem zu deftigen und reichlichen Essen auftreten. Um die krampflösenden und desinfizierenden Inhaltsstoffe der Heilpflanze zu nutzen:

  • nimmt man einen Teelöffel getrocknete Salbeiblätter,
  • übergießt sie mit einer Tasse kochendem Wasser,
  • lässt die Mischung 3 (bis maximal 5) Minuten ziehen und
  • trinkt nach dem Abseihen zweimal täglich 1 Tasse ungesüßten Tee.

Eine zu lange Ziehzeit kann durch den hohen Gerbstoffgehalt die Magenschleimhaut reizen, daher sollte der Tee nicht länger als angegeben ziehen.

Salbeitee gegen übermäßiges Schwitzen

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Salbeitee hat eine regulierende Wirkung auf den Wärmehaushalt, indem er Einfluss auf die dafür zuständigen Mechanismen im Gehirn nimmt. Hier die Regeln für die Salbeitee Zubereitung bei Schwitzen:

  • Zwei Teelöffel getrocknete Salbeiblätter
  • mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen,
  • 10 Minuten ziehen lassen,
  • nach dem Abseihen abkühlen lassen und
  • ein bis zwei Tassen täglich trinken.

Zu heißer Tee fördert das Schwitzen, deshalb sollte der Tee nur zimmerwarm getrunken werden. Abends wirkt er besonders gut gegen Nachtschweiß und wechseljahresbedingte Hitzewallungen. Da der Salbeitee in dieser Zubereitung recht kräftig und leicht bitter schmeckt, kann etwas Honig und Zitronensaft zugegeben werden.

Tipps zur innerlichen Anwendung von Salbeitee

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  • Der Tee sollte für jede Tasse frisch aufgebrüht werden. Alternativ zum getrockneten Kraut können auch zerkleinerte frische Salbeiblätter benutzt werden.
  • Bio-Qualität ist sowohl beim getrockneten Kraut als auch bei der frischen Salbeipflanze stets vorzuziehen, um eine mögliche Schadstoffbelastung zu vermeiden.
  • Mehr als zwei Tassen täglich bzw. maximal 6 Gramm Kraut am Tag sollten nicht getrunken werden, da eines der ätherischen Öle von Salbei Thujon enthält, ein Stoff, der in größerer Menge giftig wirken kann.
  • In Schwangerschaft und Stillzeit sollte keine Salbeitee-Zubereitung getrunken werden, auch nicht als Teemischung. Es können vorzeitige Wehen ausgelöst bzw. der Milchfluss negativ beeinflusst werden.

Salbeitee für die „äußerliche“ Anwendung

Salbeitee wird bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum, auch bei Prothesendruckstellen, als Mundspülung oder zum Gurgeln eingesetzt. Die Sud wird in diesem Fall nicht geschluckt, sondern nach der Anwendung ausgespuckt. Salbeitee als Zubereitung zum Mundspülen geht so:

  • Es werden zwei Teelöffel getrocknete oder frische Salbeiblätter
  • mit etwa ¼ Liter kochendem Wasser übergossen;
  • 10 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb abgießen.
  • Den kräftigen Sud abkühlen lassen, bis er lauwarm ist, dann gurgeln oder den Mundraum gut ausspülen. Ausspucken.

Es wird empfohlen, täglich zwei Mal mit der Salbeitee-Zubereitung zu gurgeln (bzw. zu spülen).


Wichtiger Hinweis

Alle bereitgestellten Informationen auf Naturheilmittel-info.de dienen ausschließlich der Information und ersetzen niemals den medizinischen Rat Ihres Arztes. Bevor Sie Medikamente, Medizinprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen ist immer ein Arzt zu konsultieren, der über die Wirksamkeit und Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Auskunft geben kann. weitere Informationen

Zusammenfassung

  • Die Zubereitung von Salbeitee ist denkbar einfach, wenn man berücksichtigt, gegen welche Beschwerden er helfen soll. Danach richtet sich die Menge der „Droge“ (wie die getrockneten Salbeiblätter aus Apotheke oder Reformhaus genannt werden) und die Dauer des Ziehens im heißen Wasser.
  • Bei einer Trinkmenge von ein bis zwei Tassen täglich ist Salbeitee ein gesundes und gut verträgliches Naturheilmittel.

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Literaturquellen zum Artikel

  • (1) HMPC-Monographie „Salvia officinalis L., Folium”vom 12.11.2009, Dokumenten-Nr. EMA/HMPC/331653/2008
  • (2) E-Monographie Salvia officinalis, veröffentlicht am 15.05.1985 im Bundesanzeiger, Heft Nr. 90 „Salviae folium (Salbeiblätter)“

Stand: 26. April 2014

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